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Dr. Herbert Fuhrmann Westberlin-Stempel in DDR-Ausweisen als Bestätigungen für Geldzuwendungen
Allen Besuchern stand nach der ab 1988 gültigen Regelung über das Besuchergeld eine Barauszahlung
von 100.- DM West pro Besuch im Jahr zu. Neben der neu gewonnenen Möglichkeit nahezu ungehindert
in den Westen reisen zu können, war sicherlich auch dieses Begrüßungsgeld ein zusätzlicher
Anreiz für eine solche Reise. Schon in den sehr späten Abendstunden des 9. November dieses Westgeld
erhalten zu können halte ich für wenig wahrscheinlich, da alle üblichen Auszahlungsstellen zu diesem
Zeitpunkt schon geschlossen waren. Doch schon ab dem nächsten Tag, Freitag den 10.11.89, wurden in
Westberlin von Seiten des Senats unter der äußerst aktiven Federführung von Walter Momper umfangreiche
Möglichkeiten geschaffen, den DDR-Bürgern bei ihrem Besuch ein Begrüßungsgeld aushändigen zu
können. Vorrangig ging es darum möglichst viele Auszahlungsstellen zu schaffen, da sich vor den bereits
bestehenden Stellen riesige Menschenschlangen gebildet hatten. In vielen Berichten läßt sich heute noch
nachverfolgen wie einfallsreich und aufwendig man bemüht war, diese Aufgabe zu erfüllen.
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